Zum Einkaufen und zum Tanzen

FRAUENFELD. Die Frauenfelder Altstadt-Geschäfte machten am Samstag gemeinsame Sache und lockten die Kundschaft mit vielen Attraktionen. Daneben erregte ein Flashmob Aufsehen. Und in der Begegnungszone lud die Ludothek zum Spielen ein.

ANDREAS TAVERNER

Plötzlich läuft Musik. Und eine Schar von Kindern und Erwachsenen des Fitnesscenters well come Fit bietet den Passanten in der Begegnungszone mitten auf der Zürcherstrasse eine rund zehn Minuten lange Tanzvorführung. So schnell wie der Flashmob sich vor Godis Brothüsli formiert hat, so schnell löst er sich wieder auf. In der Altstadt ist was los am Samstag. Und das soll immer so sein, geht es nach den Gewerbetreibenden.

Auf die Tänzer folgt die Ludothek Frauenfeld mit ihrem Ludofest und Angeboten für die ganze Familie. Ob Eishockey, Tastkiste oder Geschicklichkeitsfahren mit einem ferngesteuerten Auto: Das Angebot verteilt sich über die ganze Zürcherstrasse. Für den Oldtimer des Brautpaars Ernst Zollinger und Monika Joho gibt's kein Durchkommen mehr.

Rabatte und Getränke

Die Altstadt-Geschäfte verwöhnen die Kundschaft mit Rabatten oder Getränken, man kann die neuste Kamera ausprobieren oder bei einem Wettbewerb mitmachen. Kurz nach Ladenöffnung meint Barbara Knill, Initiantin des Altstadt-Events und Geschäftsführerin des Herrenmode-Geschäfts PKZ: «Mal schauen, wie viele Besucher wir wohl erreichen.»

Den Kindern hat es das Glücksrad bei Optiker Fielmann angetan. Es knattert nicht nur laut, auch jedes Kind erhält zumindest einen Ballon. In der Rathaus-Apotheke bietet das Team von Claudia Held kostenlose Gesundheitstests zur Bestimmung von Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin an.

Zu unscheinbarer Anlass?

Es macht aber den Anschein, dass viele Fussgänger und Velofahrer nicht bemerken, dass in der Altstadt ein Event stattfindet. Ganz im Gegensatz zu alt Gemeinderatspräsident Kurt Sieber, der vor Ort flaniert: «Ich finde es gut, dass die Geschäfte gemeinsam einen solchen Anlass organisieren.»

Die von der Metzgerei Ankele betriebene Festwirtschaft hat immer Leute. «Doch es hätten mehr sein können», meint ein Besucher und spekuliert, ob das am Autospektakel lag. «Mein Fazit ist zwiespältig», sagt Barbara Knill am Nachmittag. «In der Zürcherstrasse war es gut, die Freie Strasse hat noch Potenzial.» Roger Winiger, Geschäftsführer des gleichnamigen Fotofachgeschäfts, hätte eine höhere Frequenz erwartet. Gerade gegenteilige Erfahrung hat Claudia Held mit den Gratis-Gesundheitstests gemacht. «Wir sind zufrieden, besonders am Morgen hatten wir es streng.»

Link zum Beitrag der Thurgauer Zeitung

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