«Viva» für Teenies und Brautpaare

FRAUENFELD. Der Chrüterhus-Erweiterungsbau im Kurzdorf zog eine Vielzahl an Kirchbürgern an die evangelische Kirchgemeindeversammlung. Präsident Andreas Winkler kündigte seinen Rücktritt auf 2016 an.

ANDREAS TAVERNER

Die evangelische Kirchenvorsteherschaft hat entschieden: Das Siegerprojekt für die Chrüterhus-Erweiterung heisst «Viva» und stammt vom Architekturbüro Jaeger/Maffeo aus dem zürcherischen Winkel. Das grosse Interesse am Bauprojekt überraschte denn auch nicht. Knapp hundert Kirchbürger waren der Einladung zur Versammlung am Montag gefolgt. Mit einem kurzen Abriss über die Geschichte des Chrüterhuses und den Bedürfnissen nach einem Neubau stellte Kirchgemeindepräsident Andreas Winkler das Bauprojekt vor. Es soll Platz bieten, den zum Beispiel eine Band benötigt, oder für einen grösseren Anlass wie eine Hochzeit. Auch sollen die Teenager im Dachgeschoss ihren Raum bekommen. Damit grössere Gesellschaften andere Nutzer nicht stören, wird für sie ein separater Eingang geplant.

Zwischen 1,5 und 1,8 Millionen

Der Bau wird in zwei zueinander versetzten Quadrate mit zwei Steildächern erstellt. «So bleibt die Sicht auf die Fassade des Chrüterhuses erhalten», erklärte Architekt Marcel Jaeger. Der Innenraum ist stützenfrei und der Wärme und Behaglichkeit wegen in Holz gehalten. Es soll einen Industrieboden geben, weil dieser leicht zu reinigen und auch strapazierfähig ist. «Die Oberlichter spenden Licht und erlauben es, den Raum nach einer Benützung schnell wieder abzukühlen», erläuterte der Architekt. Ein Votant wollte wissen, wie denn der Lärmpegel niedrig gehalten werden soll. «Durch den Einsatz von Holz und der Kassettendecke», sagte Architekt Jaeger. Die Kosten ohne Wünsche und Änderungen belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Franken, mit den momentanen Änderungswünschen sind es 1,8 Millionen. Präsident Winkler gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses Geld beim Urnengang im Herbst bewilligt werde.

Winkler macht's noch bis 2016

Weiter gab Winkler bekannt, dass er nach zwölf Jahren als Präsident der Kirchenvorsteherschaft nicht mehr zur Wiederwahl stehe. Das Budget 2015 rechnet bei einem Ertrag über 4,5 Millionen Franken mit knapp 10 000 Franken Überschuss.

Per 1. März wird der neue Hauptorganist Christoph Lowis aus Basel seine 50-Prozent-Stelle antreten. Lowis, geboren 1982 im nordrhein-westfälischen Erkelenz, studierte in Wien, Lyon, Paris, Detmold und Basel Tonmeister, Kirchenmusik und Konzertfach Orgel. 2014 hat er an der Musikakademie Basel das Konzertdiplom mit Auszeichnung bestanden.

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