Informationsveranstaltung der Firma Möckli zur geplanten Erweiterung des Kieswerks in Eschenz

(at) Rund 60 interessierte Eschenzer besuchten am Dienstag die von Anwohnern initiierte Informationsveranstaltung bei der Firma Möckli, um sich über das Bauprojekt des Kieswerks Eschenz aus erster Hand informieren zu lassen.

Kurz nach 19 Uhr konnte Betriebsleiter Fabian Möckli rund 60 betroffene Anwohner bei der zukünftigen Baustelle des Werks über das Vorhaben informieren. Fünf 20 Meter hohe Silos sind geplant, jeder Silo kann bis zu 310 Kubikmeter Inhalt aufnehmen. Diese Silos sollen auch als Sicht und Lärmschutz dienen. Die Material-Anlieferung soll über das noch vorhandene Gleis der SBB erfolgen. Fabian Möckli meinte, dass ohne die Lösung mit der Bahn, die Silos nicht realisiert würden. Er zeigte sich bezüglich der Silos kompromissbereit: «Die Silos könnten auch zwei bis drei Meter tiefer realisiert werden», meinte er auf eine Nachfrage aus dem Publikum.

Um die Staubemissionen weiter zu minimieren würden zudem Plätze betoniert. Weitere Optimierungen seien im Bereich der Tankstelle vorgesehen. Hier soll der alte Dieseltank, der 20000 Liter fasst, durch einen neuen Tank mit 50000 Liter Fassungsvermögen unterirdisch realisiert werden. Die Investitionsumme bezifferte er zwischen einer und 1,5 Millionen Franken. Was den Verkehr anbetrifft gab er zu bedenken, dass das, was künftig mit der Bahn angeliefert werde nicht mit dem Lastwagen komme. «Das Industriegleis bleibt wenn es benutzt wird, ansonsten wird es von der SBB in den nächsten zehn Jahren zurückgebaut», gab er zu bedenken. «Wir sind über die jetzige Verkehrssituation auch nicht glücklich» sagte er zu den diversen Fragen aus dem Publikum. Unnötige Fahrten würden vermieden. «Fünf Franken kostet ein Lastwagenkilometer, davon geht ein Franken an die LSVA.» Die 15 Lastwagen der Firma legen zwischen 50000 bis 100000 Kilometer pro Jahr in der Schweiz zurück. Nach dem offiziellen Teil der Infoveranstaltung stand Fabian Möckli für persönliche Fragen noch weiter zur Verfügung.

Bote vom Untersee und Rhein, 7. August 2015

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