Einsprache in Müllheim gegen den Gestaltungsplan des Outlet Centers Edelreich

 

(at) Die Interessengruppe «wohnen im Hasli» reichte am Mittwoch, 16. Dezember, bei Urs Forster, Gemeindepräsident von Müllheim, eine Einsprache gegen den Gestaltungsplan des geplanten Outlet Centers Edelreich im Gebiet Rütenen ein.

324 statt der geforderten 194 Unterschriften überreichte die IG unter der Federführung von Andreas Engeler und Ines Schaller dem Gemeindepräsident. In knapp 20 Tagen hatte die IG die Unterschriften zusammen.

Argumente der IG

Laut Andreas Engeler ist das neu aufgelegte Projekt eher ein gigantisches Einkaufszentrum. Zum Beispiel könnte nach dem neuen Gestaltungsplan ein Speiserestaurant von Montag bis Freitag bis 24.00 Uhr, Samstag und Sonntag bis 1.00 Uhr geöffnet haben. Bis zu 750 Sitzplätze wären im Vollausbau für die Gastronomie möglich.

«Es würde eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz entstehen und der Verkehr über Gemeindestrassen rollen, für die der Steuerzahler aus Müllheim aufkommen müsste», bilanzierte Andreas Engeler seine Erkenntnisse.Nach dem Gestaltungsplan dürfen maximal 930 Parkplätze erstellt werden. 540 in einer Tiefgarage die restlichen oberirdisch.Und die gesamte benötigte Landfläche wird mit 64 600 Quadratmeter ausgewiesen. Darauf sollen unter anderen drei zweigeschossige Verkaufsgebäude errichtet werden.

Bezüglich den geschätzten 360 neuen Arbeitsplätzen gab sich Ines Schaller skeptisch. «Dies sind vor allem im Niedriglohnbereich angesiedelte Jobs. Die dort beschäftigten Personen würden kaum auf Müllheim oder Wigoltingen ziehen und Steuern zahlen» sagte sie.

Nur über den Gestaltungsplan abstimmen

Urs Forster stellte klar, dass an einer allfälligen, zukünftigenGemeindeversammlung nicht über das Outlet Edelreich, sondern nur über den Gestaltungsplan abgestimmt werde.«Wenn alle Einsprachen behandelt sind, die Gemeinde Müllheim darüber abgestimmt hat, muss es noch vom Kanton genehmigt werden», erläuterte er die weiteren Schritte.«Der Gemeinderat sieht noch immer eine Chance, dass das Projekt gelingt, und damit Arbeitsplätze, realisiert werden können». Aus der Sicht des Gemeindepräsidenten muss der Investor (JTM Rütenen AG) das Informationsbedürfnis der Bevölkerung stillen.

Auf die Frage, was passiere, wenn die Gemeindeversammlung den Gestaltungsplan ablehnen würde, sagte Urs Forster, dass dann wieder von vorne angefangen werden müsste

 

Publiziert im Bote vom Untersee und Rhein am 18.12.2015, Ausgabe Nr. 100

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