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MÜLLHEIM. Grosses Firmenjubiläum bei Utilis: Am Samstag konnte jeder einmal hinter die Kulissen der Firma blicken. Gleichzeitig konkretisierte Direktor Mario Macario die Ausbaupläne am Standort Müllheim.

ANDREAS TAVERNER

Die Administration soll vergrössert und die Produktionsfläche verdoppelt werden. Mario Macario, Managing Direktor, seit 1989 bei der Firma Utilis dabei, gab erste Details zur geplanten Erweiterung am Standort Müllheim bekannt.

«Die Gemeinde Müllheim hat grünes Licht gegeben, jetzt durchlaufen die Ausbaupläne beim Kanton das übliche Bewilligungsverfahren», erläuterte er den aktuellen Stand.

Politik sollte flexibel sein

«Da die Utilis einen sehr hohen Automatisierungsgrad hat und die Kunden den ihnen seit Jahren entgegengebrachten Nutzen zu schätzen wissen, bezahlen sie die Preisdifferenz von fünf bis zehn Prozent bis jetzt noch», erklärte Macario die momentane wirtschaftliche Situation von Utilis. Von der Politik erwartet er mehr Flexibilität, etwa bei der Arbeitszeiterfassung. Weiter dürfen sich die Rahmenbedingungen nicht verschlechtern. «Jetzt haben wir noch eine Autobahn, eine Spur mehr wäre schön. Aber es darf auf keinen Fall daraus eine Hauptstrasse geben», sagte er. Sein Fazit: «Wir müssen unsere Probleme selbst lösen.»

Wer den Rundgang absolvierte, konnte von dem legendären Ovo-Mixer, Jahrgang 1939, bis zu den neuesten, speziell exakt gefertigte Werkzeugen für die Medizin oder die Uhrenindustrie vieles bewundern. Die Gäste erlebten hautnah, wie auf einen Hundertstel Millimeter präzise gefräst, gebohrt oder geschliffen wird. «Beim Schleifen erreicht die Firma bereits ein Tausendstel Millimeter an Genauigkeit», erklärte ein Mitarbeiter und demonstrierte, wie am Computer in 3D ein starres Teil entworfen wird. Da es ohne Internet nicht mehr geht, wurde im März 2015 ein neuer Shop für die Kunden entwickelt. Benjamin Steffen, verantwortlich für den überarbeiteten Internetauftritt, hob den Nutzen für alle hervor: «Bestellt ein Kunde bis am Mittag, erhält er die bestellte Ware am nächsten Tag.»

Maschine für Schüler

Die Laserbeschriftungsmaschine im Wert von rund 150 000 Franken wollte der Bub Christoph Ribi aus Steckborn für sich nutzen. Was er damit machen wolle, wurde er beim Rundgang gefragt. Die prompte Antwort lautete: «Um meine Hausaufgaben zu erledigen.»

Link zum Beitrag der Thurgauer Zeitung Utilis

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